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Ratgeber · Schimmel und Feuchte

Schimmel in der Wohnung: Ursache klären, Verantwortung einordnen

Schimmel ist kein Schicksal, sondern die Folge von zu viel Feuchte an der falschen Stelle. Ob ein baulicher Mangel, eine Leckage oder das Heiz- und Lüftungsverhalten dahintersteckt, entscheidet über die richtige Sanierung und darüber, wer die Kosten trägt.

Von Michael Steinbach, Bausachverständiger · Stand: Oktober 2026

Michael Steinbach, Bausachverständiger für Hamburg und Norddeutschland
Michael Steinbach

TÜV SÜD zertifizierter Sachverständiger für Schimmel und Feuchtigkeit sowie Bauwerksdiagnostik. Mehr als 17 Jahre Bau- und Sanierungspraxis, über 2.300 Begutachtungen.

★★★★★ 4,9 von 5 aus über 60 Bewertungen
Persönlich vor OrtMichael Steinbach selbst, kein Subunternehmer
TÜV SÜD zertifiziertSchimmel, Feuchte und Bauwerksdiagnostik
UnabhängigOhne Provision und ohne Verkaufsinteresse
Verbindliche PauschaleVor dem Auftrag, ohne versteckte Kosten
17+ Jahre PraxisÜber 2.300 Begutachtungen
Auf einen Blick

Was Sie über Schimmel wissen sollten.

Ohne Feuchte kein Schimmel

Schimmel wächst, wenn Oberflächen über längere Zeit sehr feucht sind. Die Frage ist immer, woher diese Feuchte kommt.

Kalte Stellen sind typisch

Außenecken, Fensterlaibungen und Bereiche hinter Möbeln sind kälter. Dort schlägt sich Raumfeuchte zuerst nieder.

Erst Ursache, dann Sanierung

Wer nur die Oberfläche reinigt oder überstreicht, sieht den Schimmel meist bald wieder.

Gesundheit ernst nehmen

Bei Beschwerden oder empfindlichen Personen im Haushalt sollte zusätzlich ärztlicher Rat eingeholt werden.

Ursachen

Woher die Feuchte kommen kann.

Tauwasser an kalten Oberflächen

Die häufigste Ursache in Wohnungen ist Tauwasser. Raumluft enthält Feuchte aus Kochen, Duschen, Wäschetrocknen, Pflanzen und Atmung. Trifft sie auf eine kalte Oberfläche, steigt die Luftfeuchte direkt an der Wand stark an. Ab etwa 80 % relativer Luftfeuchte an der Oberfläche über mehrere Tage können Schimmelpilze wachsen. Ob eine Stelle zu kalt ist, hängt vom Wärmeschutz der Wand, von Wärmebrücken und von der Raumtemperatur ab. Die DIN 4108-2 beschreibt mit dem Temperaturfaktor fRsi von mindestens 0,70 den Mindestwärmeschutz, der Schimmel bei üblicher Nutzung vermeiden soll.

Eindringende Feuchte und Leckagen

Schlagregen durch schadhafte Fugen oder Putz, undichte Fensteranschlüsse, Leckagen an Leitungen, Rohrbrüche in der Nachbarwohnung oder aufsteigende Feuchte im Erdgeschoss bringen Wasser von außen in die Bauteile. Das Schadensbild ist oft örtlich begrenzt und tritt unabhängig vom Lüftungsverhalten auf.

Neubaufeuchte und Sanierungsfolgen

In Neubauten und nach Sanierungen enthalten Estrich, Putz und Beton noch viel Wasser, das über Monate abgegeben wird. Nach einem Fenstertausch fehlt dagegen oft der frühere Luftwechsel über undichte Fugen. In beiden Fällen ist ein angepasstes Lüften entscheidend, beim Fenstertausch in der Regel auch ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6.

Messung

Wie die Ursache nachgewiesen wird.

Eine belastbare Ursachenklärung verbindet mehrere Messungen. Die Wärmebildkamera zeigt kalte Bereiche und Wärmebrücken. Oberflächentemperatur und Raumklima zeigen, ob an der betroffenen Stelle Tauwasser entstehen kann. Datenlogger, die über zwei bis vier Wochen Temperatur und Luftfeuchte aufzeichnen, machen das tatsächliche Heiz- und Lüftungsverhalten sichtbar. Materialfeuchtemessungen und, wo nötig, Bohrmehlproben klären, ob Feuchte aus dem Bauteil selbst kommt.

Ob zusätzlich Material- oder Luftproben im Labor untersucht werden, hängt von der Fragestellung ab, etwa bei verdecktem Befall, bei gesundheitlichen Beschwerden oder in Streitfällen. Maßgebliche fachliche Grundlage ist der Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts.

Sanierung

Richtig sanieren statt überstreichen.

Eine nachhaltige Sanierung beginnt mit der Beseitigung der Ursache: Wärmebrücke entschärfen, Leckage beheben, Abdichtung herstellen oder Lüftung verbessern. Erst danach wird der Befall entfernt. Befallene Materialien wie Tapeten, Putz oder Dämmstoffe werden bei tieferem Befall in der Regel ausgebaut, Oberflächen gereinigt und anschließend getrocknet.

Der Leitfaden des Umweltbundesamts unterscheidet nach Ausmaß des Befalls. Kleine, oberflächliche Flächen können Bewohner unter Umständen selbst entfernen. Größere oder tiefer gehende Schäden gehören in die Hände einer Fachfirma mit entsprechenden Schutzmaßnahmen. Biozide und Schimmelsprays ersetzen keine Sanierung und sind in Innenräumen meist entbehrlich.

Nach der Sanierung kann eine Erfolgskontrolle sinnvoll sein, besonders wenn Kinder, Schwangere, Ältere oder immungeschwächte Menschen im Haushalt leben.

Schimmelgutachten

So klären wir den Schimmel.

Das Schimmelgutachten kostet ab 499 € inkl. MwSt. Michael Steinbach ist TÜV SÜD zertifizierter Sachverständiger für Schimmel und Feuchtigkeit.

Schilderung und FotosSie beschreiben, wo und seit wann der Schimmel auftritt. Fotos und Angaben zu Lüften, Heizen und Möblierung helfen bei der Vorbereitung.
Untersuchung vor OrtWärmebild, Oberflächen- und Materialfeuchte, Raumklima und, wenn nötig, Datenlogger über einige Wochen.
Ursache und BewertungEinordnung, ob ein baulicher Mangel, eine Leckage oder das Nutzungsverhalten überwiegt, und welche Rolle der Mindestwärmeschutz spielt.
Gutachten mit MaßnahmenSchriftliches Ergebnis mit Fotodokumentation, Sanierungsempfehlung und Hinweisen zum Vorgehen.
Rechtliche Einordnung

Wer für den Schimmel einstehen muss.

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„Vor dem Kauf unseres Einfamilienhauses haben wir eine Hauskaufberatung in Anspruch genommen. Herr Steinbach hat auf Punkte hingewiesen, die uns niemals aufgefallen wären. Die Investition hat sich definitiv gelohnt.“

Philip Herz · Google-Bewertung
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„Herr Steinbach hat einen Bauschaden an unserem Objekt begutachtet und die Feststellungen sehr detailliert dokumentiert. Die technische Einschätzung war klar, sachlich und gut verständlich.“

Andreas Ammon · Google-Bewertung
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„Ich habe Steinbach-Immobiliengutachten für eine Wertermittlung beauftragt und war sehr zufrieden. Transparent, nachvollziehbar und fachlich absolut überzeugend.“

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„Wir hatten in unserer Wohnung Feuchtigkeits- und Schimmelverdacht und haben Herrn Steinbach mit einer Begutachtung beauftragt. Die Untersuchung erfolgte sehr sorgfältig und nachvollziehbar.“

Torsten Schmid · Google-Bewertung
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„Nach der Erbschaft eines Hauses war ich unsicher, wie viel es wirklich wert ist. Der Gutachter hat mir eine klare Einschätzung geliefert und mich hervorragend beraten.“

Eva Bruns · Google-Bewertung
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„Nach einem Wasserschaden haben wir den Gutachter hinzugezogen. Der Bericht war detailliert und hat uns bei der weiteren Klärung sehr geholfen.“

Lilly Meyer · Google-Bewertung

Ausgewählte Rückmeldungen aus Google-Bewertungen von Gutachter Steinbach. Das Band hält an, wenn Sie mit der Maus darüberfahren.

Häufige Fragen

Fragen zu Schimmel in der Wohnung

Ist Schimmel immer ein Lüftungsfehler?

Nein. Häufig wirken bauliche Ursachen wie Wärmebrücken, undichte Anschlüsse oder Leckagen und das Nutzungsverhalten zusammen. Welcher Anteil überwiegt, lässt sich nur durch Messung klären.

Darf ich wegen Schimmel die Miete mindern?

Ist der Schimmel auf einen Mangel der Wohnung zurückzuführen, mindert sich die Miete kraft Gesetzes. Die Höhe hängt vom Einzelfall ab. Vorher sollte der Mangel angezeigt und die Ursache geklärt werden. Dieser Hinweis ist eine fachliche Einschätzung und ersetzt keine anwaltliche Beratung.

Kann ich kleine Schimmelflecken selbst entfernen?

Kleine, oberflächliche Flecken auf glatten Flächen können nach dem Leitfaden des Umweltbundesamts unter Umständen selbst entfernt werden. Wichtig ist, gleichzeitig die Ursache zu beheben. Bei größeren Flächen oder empfindlichen Personen im Haushalt sollte eine Fachfirma beauftragt werden.

Wie lange dauert eine Ursachenmessung?

Die Untersuchung vor Ort dauert meist einige Stunden. Werden Datenlogger eingesetzt, laufen diese in der Regel zwei bis vier Wochen, um das Raumklima über einen repräsentativen Zeitraum zu erfassen.

Was kostet ein Schimmelgutachten?

Das Schimmelgutachten kostet ab 499 € inkl. MwSt. Die verbindliche Pauschale für Ihr Objekt erhalten Sie vor der Beauftragung.

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Quellen und Regelwerke
  • §§ 444, 536, 536c Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • BGH, Urteil vom 05.12.2018, VIII ZR 271/17 (Wärmebrücken, Schimmelgefahr im Altbau)
  • DIN 4108-2 Mindestanforderungen an den Wärmeschutz
  • DIN 1946-6 Lüftung von Wohnungen
  • Umweltbundesamt: Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (2017)

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