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Hauskauf-Checkliste für Norddeutschland: Lage, Unterlagen, Kosten und Ablauf

Ein Hauskauf in Hamburg, Bremen oder Schleswig-Holstein bringt eigene Fragen mit sich: Hochwasser und Grundwasser, Marschböden, Klinkerfassaden, Erhaltungsgebiete. Diese Checkliste führt Schritt für Schritt von der ersten Recherche bis zum Notartermin.

Von Michael Steinbach, Bausachverständiger · Stand: Oktober 2026

Michael Steinbach, Bausachverständiger für Hamburg und Norddeutschland
Michael Steinbach

TÜV SÜD zertifizierter Sachverständiger für Schimmel und Feuchtigkeit sowie Bauwerksdiagnostik. Mehr als 17 Jahre Bau- und Sanierungspraxis, über 2.300 Begutachtungen.

★★★★★ 4,9 von 5 aus über 60 Bewertungen
Persönlich vor OrtMichael Steinbach selbst, kein Subunternehmer
TÜV SÜD zertifiziertSchimmel, Feuchte und Bauwerksdiagnostik
UnabhängigOhne Provision und ohne Verkaufsinteresse
Verbindliche PauschaleVor dem Auftrag, ohne versteckte Kosten
17+ Jahre PraxisÜber 2.300 Begutachtungen
Auf einen Blick

Die Checkliste in vier Schritten.

1. Lage prüfen

Hochwasser- und Grundwasserlage, Baugrund, Bebauungsplan, Erhaltungs- oder Denkmalschutz und Altlasten klären, bevor Sie sich verlieben.

2. Gebäude prüfen

Bei der Besichtigung systematisch von unten nach oben vorgehen: Keller, Fassade, Fenster, Decken, Dach, Haustechnik.

3. Unterlagen prüfen

Bauakte, Energieausweis, Modernisierungsnachweise und bei Wohnungen die Unterlagen der Eigentümergemeinschaft anfordern.

4. Kosten und Vertrag

Kaufnebenkosten, Sanierungsbedarf und Vertragsentwurf vor dem Notartermin in Ruhe durchgehen.

Schritt 1

Die Lage prüfen, bevor Sie besichtigen.

Im Norden entscheidet die Lage stärker über bauliche Risiken als anderswo. Viele dieser Fragen lassen sich mit frei zugänglichen Karten der Länder schon vom Schreibtisch aus klären.

  • Hochwasser und Sturmflut: Liegt das Grundstück in einem Überschwemmungs- oder Risikogebiet an Elbe, Weser, Alster oder Küste? Die Hochwassergefahren- und Risikokarten der Länder geben Auskunft.
  • Grundwasser und Baugrund: In Marsch- und Moorgebieten steht das Grundwasser hoch und der Boden ist setzungsempfindlich. Das betrifft Keller, Gründung und spätere Anbauten.
  • Planungsrecht: Bebauungsplan, Baulasten und mögliche Anbau- oder Aufstockungsrechte klärt das Bauamt beziehungsweise in Hamburg das Bezirksamt.
  • Erhaltung und Denkmalschutz: Erhaltungsverordnungen und Denkmalschutz schränken Fassaden-, Fenster- und Dachänderungen ein und können die Umwandlung in Wohnungseigentum genehmigungspflichtig machen.
  • Altlasten: Frühere gewerbliche Nutzung, Auffüllungen mit Trümmerschutt oder Hafenflächen lassen sich über das Altlastenkataster der Umweltbehörde prüfen.
Schritt 2

Bei der Besichtigung systematisch vorgehen.

Nehmen Sie sich Zeit, eine Taschenlampe und am besten eine zweite Person mit. Gehen Sie das Haus von unten nach oben durch und fotografieren Sie Auffälligkeiten. Diese Punkte sollten Sie mindestens ansehen:

Keller und Sockel

  • Feuchte Stellen, Salzausblühungen, abplatzender Putz, muffiger Geruch
  • frisch gestrichene Wände in einem sonst alten Keller
  • Zustand von Abwasserleitungen, Rückstausicherung und Heizungsraum

Fassade, Fenster und Balkone

  • Risse, ausgewaschene Fugen, Abplatzungen am Klinker oder Putz
  • Alter und Zustand der Fenster, Schimmel an Laibungen
  • Rostfahnen und Abplatzungen an der Unterseite von Balkonplatten

Innenräume und Decken

  • Risse an Wänden und Decken, schiefe Türen, durchhängende Böden
  • Schimmel an Außenecken, hinter Schränken und in Bädern
  • nachträgliche Wanddurchbrüche und Umbauten

Dach und Dachgeschoss

  • Alter der Eindeckung, verschobene oder fehlende Ziegel, Moos
  • Wasserflecken an Dachschrägen, Zustand der Dämmung im Dachboden
  • Anschlüsse an Schornstein, Gauben und Nachbarhäuser

Haustechnik

  • Alter und Art der Heizung, letzte Wartung, Schornsteinfegerprotokoll
  • Sicherungskasten, Steckdosen ohne Schutzkontakt, alte Stoffkabel
  • Material der Wasserleitungen, besonders Blei oder verzinkter Stahl

Eine Besichtigung durch Laien ersetzt keine fachliche Prüfung, sie hilft aber, Fragen zu sammeln und unpassende Objekte früh auszusortieren. Wie sich typische Bauweisen im Norden unterscheiden, beschreiben die Ratgeber zum Bremer Haus und zu Hamburger Klinkerbauten.

Schritt 3

Diese Unterlagen gehören auf den Tisch.

Für jedes Haus

  • Grundbuchauszug mit Abteilung II (Rechte und Lasten) und III (Grundpfandrechte)
  • Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis
  • Bauakte mit Genehmigungen, besonders für Anbauten, Dachausbau und Nutzungsänderungen
  • Energieausweis
  • Nachweise über Modernisierungen, Rechnungen, Gewährleistungen und Wartungsprotokolle
  • Flurkarte und Wohnflächenberechnung

Zusätzlich bei Eigentumswohnungen

  • Teilungserklärung mit Aufteilungsplan und Gemeinschaftsordnung
  • Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten drei Jahre und Beschlusssammlung
  • Wirtschaftsplan, letzte Jahresabrechnung und Höhe der Erhaltungsrücklage
  • Informationen zu geplanten Sanierungen und Sonderumlagen
Schritt 4

Kaufnebenkosten und Sanierungsbudget.

Zum Kaufpreis kommen im Norden je nach Bundesland erhebliche Nebenkosten hinzu. Die Grunderwerbsteuer beträgt derzeit:

  • Hamburg: 5,5 %
  • Bremen: 5,5 % (seit 1. Juli 2025)
  • Schleswig-Holstein: 6,5 %
  • Niedersachsen: 5,0 %
  • Mecklenburg-Vorpommern: 6,0 %

Für Notar und Grundbuch werden häufig rund 1,5 bis 2 % des Kaufpreises angesetzt. Wird ein Einfamilienhaus oder eine Wohnung über einen Makler gekauft, der für beide Seiten tätig ist, wird die Provision zwischen Käufer und Verkäufer geteilt (§ 656c BGB).

Ebenso wichtig ist ein realistisches Budget für Instandsetzung und Modernisierung. Bei älteren Häusern im Norden sind Feuchte im Keller, Dach, Fenster, Leitungen und Heizung die häufigsten Kostentreiber. Eine Hauskaufberatung vor dem Kauf zeigt, welche Maßnahmen dringend sind und welche warten können.

Ablauf

Vom Angebot bis zur Übergabe.

Mit einer Hauskaufberatung ab 799 € inkl. MwSt. erhalten Sie vor der Unterschrift eine fachliche Einschätzung des Gebäudes.

Planen Sie die Begutachtung so, dass das Ergebnis vor dem Notartermin vorliegt.

Finanzierung klärenEine Finanzierungsbestätigung der Bank stärkt Ihre Position und zeigt, welcher Spielraum für Sanierungskosten bleibt.
Gebäude prüfen lassenHauskaufberatung vor Ort, Bericht mit Mängeln, Dringlichkeit und Hinweisen für die Preisverhandlung.
Vertragsentwurf prüfenAls Verbraucher erhalten Sie den Entwurf in der Regel zwei Wochen vor der Beurkundung. Nutzen Sie die Zeit, um Fragen mit dem Notar oder anwaltlich zu klären.
Beurkundung und ÜbergabeNach der Beurkundung folgen Auflassungsvormerkung, Kaufpreiszahlung und Übergabe. Halten Sie den Zustand bei der Übergabe in einem Protokoll mit Zählerständen fest.
Rechtliche Einordnung

Was beim Kaufvertrag wichtig ist.

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Nennen Sie die Postleitzahl der Immobilie und wählen Sie, worum es geht. Michael Steinbach meldet sich persönlich mit Pauschale und Terminvorschlag.

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Erfahrungen unserer Auftraggeber

Was Auftraggeber über Gutachter Steinbach sagen.

★★★★★ 4,9 von 5 · über 60 Google-Bewertungen
★★★★★

„Vor dem Kauf unseres Einfamilienhauses haben wir eine Hauskaufberatung in Anspruch genommen. Herr Steinbach hat auf Punkte hingewiesen, die uns niemals aufgefallen wären. Die Investition hat sich definitiv gelohnt.“

Philip Herz · Google-Bewertung
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„Herr Steinbach hat einen Bauschaden an unserem Objekt begutachtet und die Feststellungen sehr detailliert dokumentiert. Die technische Einschätzung war klar, sachlich und gut verständlich.“

Andreas Ammon · Google-Bewertung
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„Ich habe Steinbach-Immobiliengutachten für eine Wertermittlung beauftragt und war sehr zufrieden. Transparent, nachvollziehbar und fachlich absolut überzeugend.“

Dora Goerke · Google-Bewertung
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„Wir hatten in unserer Wohnung Feuchtigkeits- und Schimmelverdacht und haben Herrn Steinbach mit einer Begutachtung beauftragt. Die Untersuchung erfolgte sehr sorgfältig und nachvollziehbar.“

Torsten Schmid · Google-Bewertung
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„Nach der Erbschaft eines Hauses war ich unsicher, wie viel es wirklich wert ist. Der Gutachter hat mir eine klare Einschätzung geliefert und mich hervorragend beraten.“

Eva Bruns · Google-Bewertung
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„Nach einem Wasserschaden haben wir den Gutachter hinzugezogen. Der Bericht war detailliert und hat uns bei der weiteren Klärung sehr geholfen.“

Lilly Meyer · Google-Bewertung

Ausgewählte Rückmeldungen aus Google-Bewertungen von Gutachter Steinbach. Das Band hält an, wenn Sie mit der Maus darüberfahren.

Häufige Fragen

Fragen zum Hauskauf im Norden

Wann sollte ich einen Gutachter einschalten?

Am besten nach der ersten Besichtigung und vor der Unterschrift beim Notar, wenn ernsthaftes Interesse besteht. Dann fließt das Ergebnis noch in Preisverhandlung und Vertrag ein.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Hamburg und Bremen?

In Hamburg und Bremen beträgt sie derzeit jeweils 5,5 % des Kaufpreises, in Schleswig-Holstein 6,5 %, in Niedersachsen 5,0 % und in Mecklenburg-Vorpommern 6,0 %.

Wie finde ich heraus, ob ein Haus in einem Hochwassergebiet liegt?

Die Länder veröffentlichen Hochwassergefahren- und Risikokarten im Internet. Dort lässt sich für jede Adresse prüfen, ob sie in einem Überschwemmungs- oder Risikogebiet liegt.

Welche Unterlagen sind bei einer Eigentumswohnung besonders wichtig?

Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen, Beschlusssammlung, Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung und die Höhe der Erhaltungsrücklage. Sie zeigen, welche Kosten auf die Gemeinschaft zukommen.

Was kostet eine Hauskaufberatung?

Die Hauskaufberatung kostet ab 799 € inkl. MwSt. Die verbindliche Pauschale für Ihr Objekt erhalten Sie vor der Beauftragung.

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Passende Leistungen und Seiten.

Quellen und Regelwerke
  • §§ 442, 444, 656c Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • § 17 Abs. 2a Beurkundungsgesetz (BeurkG)
  • Grunderwerbsteuersätze der Länder; Bremen: Gesetz zur Änderung des Grunderwerbsteuersatzes, Brem.GBl. 2025 Nr. 9, gültig ab 01.07.2025
  • § 17 Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2023)
  • Gebäudemodernisierungsgesetz, in Kraft seit 29.07.2026

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